Mottenarten erkennen

Harmlos anzuschauen, jedoch nicht zu unterschätzen – Motten und Raupen verursachen erhebliche Schäden an Textilien und Lebensmitteln. Erfahren Sie hier mehr über ihre Lebensgewohnheiten.

Dörrobstmotte

(Plodia interpunctella)

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Aussehen

  • Die Dörrobstmotte hat eine Körperlänge von 7 bis 9 mm und eine Flügelspannweite von 15 bis 20 mm. Das erste Drittel ihrer Vorderflügel ist hellgrau bis graugelb gefärbt, der übrige Teil ist kupferrot.
  • Die Larven sind weißlich gelb, rötlich oder grünlich gefärbt mit einem braunen Kopf. Ihre Farbe ist von der Lebensmittelaufnahme abhängig.

Fortpflanzung

  • Die Entwicklung der Dörrobstmotte dauert bei idealen Temperaturverhältnissen (> 25°C) ca. 35 Tage – bei Temperaturen außerhalb dieses Bereichs sowie der Aufnahme von nährstoffarmer Nahrung entwickelt sie sich wesentlich langsamer.

Lebensweise

  • Die Raupen der Dörrobstmotte ernähren sich von Nüssen, Dörrobst, Hülsenfrüchten, Schokolade, Kakao und Kaffee – in Ausnahmefällen auch von frischem Obst.
  • Dörrobstmotten gehören zu den Vorratsschädlingen. Sie fressen und verschmutzen vor allem Getreideprodukte. Befallene Lebensmittel müssen unbedingt entsorgt werden. Zur Lagerung von Lebensmitteln empfehlen wir luftdicht verschlossene Behälter.

Kleidermotte

(Tineola bisselliella)
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Aussehen

  • Die Kleidermotte wird zwischen 6 und 8 mm groß.
  • Ihre Vorderflügel sind leuchtend goldbraun und ohne auffällige Markierungen. Die hinteren Flügel sind stark ausgefranst („bewimpert“).
  • Die Larve wird bis zu 10 mm groß. Sie ist cremeweiß mit einem goldbraunen Kopf. Sie lebt in einem Seidenkokon, der oft das 10- bis 15-fache der Körperlänge erreicht.
  • Die Puppe ist etwa 6 mm groß.

Fortpflanzung

  • Die Entwicklung der Kleidermotte vom Ei zum Vollinsekt dauert in der Regel 6 Wochen (bei nährstoffarmer Nahrung und kalten Temperaturen: 10 bis 18 Monate).

Lebensweise

  • Die Larven der Kleidermotte fressen unregelmäßige Löcher in Textilien und Gewebe.
  • Das Vollinsekt nimmt keine Nahrung auf. Es läuft mehr, als es fliegt und meidet Licht.

Kleistermotte

(Endrosis sarcitrella)

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Aussehen

  • Die Kleistermotte erreicht ausgewachsen eine Größe von 6 bis 10 mm. Ihr Kopf und Brustabschnitt ist strahlend weiß, die Vorderflügel sind gesprenkelt.
  • Die Larve wird bis zu 12 mm lang. Sie ist elfenbeinfarben und hat einen rotbraunen Kopf.
  • Die Verpuppung erfolgt in einem Seidenkokon.

Fortpflanzung

  • Die Kleistermotte bildet normalerweise eine Generation pro Jahr aus.

Lebensweise

  • Die Kleistermotte ist häufig in unbeheizten, nicht bewohnten Gebäuden zu finden.
  • Sie gilt allgemein als Aasfresser.

Pelzmotte

(Tinea pellionella)

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Aussehen

  • Die Pelzmotte erreicht ausgewachsen eine Größe von ca. 6 mm.
  • Sie hat dunkel-sandfarbene Vorderflügel mit drei blassen Punkten (sehen oft aus wie zwei).
  • Die Larve wird bis zu 10 mm groß. Sie lebt in einem Seidenkokon. Dieses besitzt in der Regel die Farbe der Textilien, die die Larve gefressen hat.
  • Die Puppe entwickelt sich in der verschlossenen Larvenhülle.

Fortpflanzung

  • Die Entwicklung der Pelzmotte vom Ei zum Vollinsekt dauert in der Regel 6 Wochen (bei nährstoffarmer Nahrung und kalten Temperaturen: 10 bis 18 Monate).

Lebensweise

  • Die Pelzmotte ist weniger verbreitet als die Kleidermotte.
  • Sie ist vor allem in Importgütern, wie Tierhäuten und andere Produkten tierischer Herkunft zu finden.
  • Ihre Larven fressen regelmäßige Löcher in Textilien und Gewebe.

Samenmotte

(Hofmannophila pseudospretella)
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Aussehen

  • Die Samenmotte erreicht eine Größe von 8 bis 14 mm.
  • Ihre Vorderflügel sind dunkelbraun und mit je drei oder vier schwarzen Punkten versehen.
  • Die Larve wird bis zu 20 mm groß. Sie ist schmutzigweiß mit einem braunem Kopf. Ihr erstes Brustsegment ist kastanienbraun.
  • Die Puppe ist 15 bis 20 mm groß und befindet sich in einem Seidenkokon.

Fortpflanzung

  • In der Regel gibt es von der Samenmotte eine Generation pro Jahr.

Lebensweise

  • Die Samenmotte hält sich vorwiegend in Vogelnestern und an feuchten Vorräten aller Art, Textilien, Leder sowie Kork auf.
  • Vor der Verpuppung bringen die Larven oft beachtliche Distanzen hinter sich.

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