Stinktier

Familie: Mephitidae

Aussehen

Stinktier
  • Das Stinktier erreicht eine Größe von 40 bis 70 cm und ein Gewicht von 0,5 bis 10 kg. Sowohl Größe als auch Gewicht sind artenabhängig.
  • Der Rumpf des Stinktiers ist langgestreckt und schlank. Es hat kurze muskulöse Beine. Seine Vorderpfoten haben lange, gebogene Krallen, die sich hervorragend zum Graben eignen. Die Schnauze ist langgestreckt, Augen und Ohren sind relativ klein. Der Schwanz ist buschig.
  • Die Grundfarbe des Fells ist schwarz oder dunkelbraun, Rumpf und Schwanz sind mit weißen Streifen oder Flecken versehen. Das Muster des Fells ist ebenfalls artenabhängig.
  • Das Stinktier hat einen sehr guten Geruchssinn und ein gutes Gehör. Seine Sehkraft dagegen ist eingeschränkt.
  • Es lebt vorwiegend in Kanada, der USA und in Südostasien.

Fortpflanzung

  • Stinktiere paaren sich in der Regel im Frühling. Die Tragezeit beträgt ca. 9 Wochen.
  • Das Weibchen gebärt einmal pro Jahr einen Wurf von ca. 3 bis 4 Jungen.
  • Die Neugeborenen sind zunächst blind und unbehaart. Sie öffnen ihre Augen erst nach ca. 3 Wochen.
  • Die Stinktier-Jungen verlassen nach etwa einem Jahr das Muttertier und werden geschlechtsreif.
  • In freier Wildbahn lebt das Stinktier zwischen 5 und 6 Jahre. Unter menschlicher Obhut kann es bis zu 12 Jahre alt werden.

Lebensweise

  • Das Stinktier ist ein Allesfresser. Es ernährt sich vorwiegend von Würmern, Insektenlarven, Lurchen, Vögeln und kleinen Säugetieren, wie z.B. Nagetieren. Als Beikost verzehrt es auch wilde Früchte, Samen und Knollen.
  • Es ist außerdem dafür bekannt, Haushaltsabfalle in Stadt-gebieten auf Nahrung zu durchsuchen.
  • Das Stinktier ist dämmerungs- oder nachtaktiv. Tagsüber zieht es sich in seinen Bau zurück. Seine Verstecke sind entweder selbst gegrabene Bauten, Baute anderer Tiere, aber auch Felsspalten, hohle Baumstämme oder manchmal sogar Gebäude.
  • Es hält keinen Winterschlaf. Es ist jedoch in dieser Zeit weniger aktiv und frisst seltener.
  • Stinktiere sind für ihr Verteidigungsverhalten bekannt. Sobald sie sich angegriffen fühlen, versprühen sie ein Analdrüsen-sekret (ein streng richendes Sekret), um ihre Feinde abzuschrecken. Sie zielen meist auf das Gesicht des Angreifers und können bis zu einer Entfernung von 6 m treffen. Gelangt das Sekret in die Augen des Angreifers, kann dies zu vorübergehender Blindheit führen.

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