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Mäusearten: Von Hausmaus bis Spitzmaus

Gefährliche Mäusearten erkennen

Mäusearten

Welche heimischen Mäusearten gibt es und welche sind gefährlich? Von Hausmaus bis zur Spitzmaus oder Waldmaus – wir stellen Ihnen die wichtigsten Mäusearten in Deutschland vor und sagen gleichzeitig, bei welchen Mäusearten im häuslichen Umfeld die Alarmglocken schrillen sollten. Erfahren Sie so alles zum Aussehen, zum Lebensraum sowie zur Biologie und Lebensweise von Mäusen. Neben den hier vorgestellten Mäusearten gibt es weitere Spezies in unserem Schädlingslexikon.

Hausmaus (Mus musculus)

Hausmaus

Das Aussehen der Hausmaus ist charakterisiert durch ihre maus- bis braungraue Fellober- und ihre kaninchenfarbene, helle Fellunterseite. Der Körper der Hausmaus ist etwa 7-10 cm lang (Rumpflänge), der Schwanz ist mit deutlich sichtbaren Schuppenringen versehen, nur wenig behaart und etwa so lang wie der Körper. Das Gewicht der Hausmaus beträgt ca. 20-25 Gramm. Im Gegensatz dazu werden Farbmäuse bzw. weiße Labormäuse mit nicht selten erreichten 40-65 Gramm deutlich schwerer.

Der Lebensraum der Hausmaus in Mitteleuropa befindet sich fast ausschließlich in unmittelbarer Nähe des Menschen. Anders als die Spitzmaus oder Waldmaus bewohnt die Hausmaus bevorzugt Wohnhäuser genauso wie Bauernhöfe, Supermärkte oder Lebensmittelbetriebe. Sobald in einem Gebäude Unterschlupf und Ernährungsmöglichkeiten vorhanden sind, ist es potenziell für die Hausmaus geeignet, wobei nur die Menge an Nahrungsmitteln die Zahl der Mäuse beeinflusst. Eine Wasserquelle ist für die Hausmaus nicht unbedingt notwendig, da der in Nahrungsmitteln enthaltene Wasseranteil der Hausmaus normalerweise ausreicht. Die Hausmaus versucht, den Unterschlupf so nah wie möglich an die Nahrungsquelle zu legen. Ihr Aktionsradius wird nur dann größer, wenn es in der unmittelbaren Nähe der Nahrungsquelle entweder keinen Unterschlupf gibt oder dieser bereits durch andere Hausmäuse besetzt ist. Normalerweise beträgt der Aktionsradius der Hausmaus lediglich einige Meter. Wer frisst, kann wenig auf die Umgebung achten und wer Feinde hat, wird das Fressen an geschützten Plätzen bevorzugen.

Maus

Biologie und Lebensweise: Die Hausmaus gehört grundsätzlich zu den gefährlichsten Mäusearten. Die Hausmaus ist Vegetarier und bevorzugt aufgrund des höheren Energiegehaltes Getreide, wobei ganze Körner besser angenommen werden, da diese mit den Vorderpfoten festgehalten werden können. Die Hausmaus lebt im Gegensatz zu Ratten nicht in Rudeln, sondern einzeln bzw. im Familienverband. Die Hausmaus ist ein sehr neugieriges Tier, die vieles probiert und auch ohne die Absicht, fressen zu wollen, an fast allem nagt. Aufgrund der hohes Vermehrungsrate und der kurzen Generationszeit treten bei Hausmäusen häufiger und schneller Resistenzen gegen Mäusegift bzw. gegen Rodentizide auf. Als Nistmaterial dient der Hausmaus jegliches heu- und papierartiges Material, welches dann mit Wolle und Körperhaaren ausgekleidet werden.

Spitzmaus (Crocidura spec.)

Spitzmaus

Das Aussehen der Spitzmaus ist charakterisiert durch ihre Ähnlichkeit mit Mäusen. Die Spitzmaus gehört jedoch anders als Hausmaus oder Waldmaus zur Gattung der Insektenfresser und ist somit nicht den Mäusearten zuzurechnen. Die Spitzmaus steht dagegen in einem Verwandtschaftsverhältnis zum Maulwurf. Das sicherlich markanteste Merkmal der Spitzmaus ist die lange, spitze Nase. Die Spitzmaus besitzt kurze Gliedmaßen, die geringe Körperlänge der verschiedenen Spitzmausarten variiert zwischen 4 und 17 cm, die Schwanzlängen differieren ebenfalls sehr stark, sind jedoch in der Regel deutlich kürzer als die Rumpflängen. Das Gewicht variiert je nach Spezies zwischen 4 und 17 Gramm. Das Fell der Spitzmaus ist normalerweise dicht und kurz, seine Farbe reicht von gelb-braun über diverse Grau- und Brauntöne bis hin zu schwarz. Die Fellunterseite ist oft heller, bei einigen Spitzmaus-Arten ist ein starker Kontrast und Übergang von der dunkleren Ober- zur helleren Unterseite zu beobachten. Das Herz einer Spitzmaus schlägt zwischen 750 und 950 mal pro Minute.

Der Kopf der Spitzmaus ist sehr langgestreckt und die lange, fast rüsselähnliche Nase beweglich. Die Augen sind verhältnismäßig klein und oft im Fell verborgen. Einige Spitzmäuse sind giftig. So gibt es z.B. einige Wasserspitzmäuse, die das Gift BLTY produzieren, um Beutetiere wie Frösche oder sogar Wühlmäuse zu töten. Für den Menschen können Bisse durch Spitzmäuse sehr schmerzhaft sein.

Der Lebensraum der Spitzmaus ist praktisch weltweit, mit Ausnahme von Südamerika und Australien sowie Ozeanien. Die Spitzmaus bevorzugt in der Regel eher feuchte Lebensräume und damit vor allem dichte Waldgebiete. Die Spitzmaus ist vorwiegend ein Bodenbewohner und kann im Gegensatz zur Hausmaus nicht besonders gut klettern. Auf Bäumen findet man die Spitzmaus daher nur sehr selten.

Spitzmaus bekämpfen

Biologie und Lebensweise: Gewöhnlich ist die Spitzmaus ein Einzelgänger, der abgesehen von der Paarungszeit die Begegnung mit ihrer eigenen Spezies vermeidet. Die Spitzmaus verhält sich ausgesprochen territorial, indem sie ihren Lebensraum mit Sekreten markiert. Je nach Spitzmausart sind diese zum Teil tagaktiv, andere wiederum sind nachts auf Nahrungssuche. Nester legt die Spitzmaus je nach Art in der Erde und an geschützten Orten an, gerne werden auch verwaiste Baue anderer Tiere bewohnt. Die Spitzmaus ist überwiegend ein Fleisch- und Insektenfresser. Ihr zum Teil giftiger Speichel hilft der Spitzmaus, größere Wirbel- und Beutetiere zu erlegen. Daneben frisst die Spitzmaus vereinzelt auch Pflanzliches. Die Spitzmaus spielt als Schädling und Hygieneschädling eine eher untergeordnete Rolle. Die Spitzmaus findet man nur gelegentlich in Lebensmittelkammern. Siedelt sie sich im Haus an, kommt es zu Vorratsschäden.

Waldmaus (Apodemus sylvaticus)

Waldmaus

Das Aussehen der Waldmaus ist charakterisiert durch ihre geringe Körpergröße. Daneben fallen ihre verhältnismäßig großen Augen und Ohren auf. Die Waldmaus erreicht eine Größe inklusive Schwanz von etwa 17-19 cm, wovon etwa 10 Zentimeter auf den Körper und 8 cm auf den Schwanz verfallen. Das weiche Fell besitzt eine braungraue Farbe, die Fellunterseite ist von grauweißer Farbe. Der Schwanz ist kaum behaart und besitzt im Durchschnitt etwa 150 Schuppenringe.

Der Lebensraum der Waldmaus befindet sich vor allem in Europa mit Ausnahme der kälteren Regionen in Skandinavien. Die Waldmaus bevorzugt anders als die Spitzmaus eher lichte Wälder und dabei vor allem Waldränder und Wegböschungen. Daneben lebt die Waldmaus im Bereich landwirtschaftlicher Nutzflächen, aber auch in Parks, Gärten und sogar Gebäuden. Letzteres trifft vor allem auf die kälteren Herbst-/ Winter- und Frühjahrsmonate zu, wenn die Waldmaus ähnlich wie die Hausmaus in menschliche Gebäude eindringt.

Mäuse im Garten

Biologie und Lebensweise: Die Waldmaus ist eher ein Einzelgänger und ist vor allem dämmerungs- und nachtaktiv. Sie ist sehr agil und schnell, ein guter Läufer, Kletterer und Springer. Die Waldmaus hält sich wie viele andere Mäusearten meist in Bodennähe auf und springt bzw. hüpft bei Bedrohung mit großen Sätzen davon. Die Fluchtreaktion erinnert stark an ein Känguru. Die Waldmaus springt bin zu einem Meter weit, was ihr den umgangssprachlichen Namen "Springmaus" eingebracht hat. Die Waldmaus legt ihre Baue meist in ca. einem halben Meter Tiefe an. Im Bau der Waldmaus befindet sich neben zwei Ein- und Ausgängen sowohl ein Nest für die Nachkommen als auch ein Vorratslager. Das Nest ist zumeist mit Stroh, Laub und weichem Moos aus der Umgebung gepolstert. Als sehr guter Kletterer kommt es auch vor, dass die Waldmaus Höhlen an Bäumen oder Nistkästen für Vögel bevölkert. Das Revier einer Waldmaus umfasst in der Regel einen Radius von bis zu 100 Metern. Die Waldmaus hält keinen Winterschlaf, drängt dafür in der kalten Jahreszeit in menschliche Gebäude und befällt dort Vorräte wie Mehl, Korn oder Obstvorräte. Das ist der Grund, warum die Waldmaus als Schädling eingestuft wird, was jedoch nur bei massenhafter Vermehrung der Fall ist.

Neben Hausmaus, Spitzmaus und Waldmaus gibt es eine ganze Reihe weiterer schädlicher Mäusearten. Dazu gehören u.a. Wühl- und Feldmäuse, Gelbhalsmäuse und Rötelmäuse. Manchmal werden Mäuse auch mit Ratten verwechselt.

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