Symptome Eichenprozessionsspinner
Gefahren und Risiken durch den Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Gesundheitsschädling, da er während des Raupenstadiums giftige Brennhaare ausbildet, die bei Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten des Menschen Symptome wie Hautausschlag u. allergische Reaktionen auslösen.
Der Grund liegt im Eiweißgift Thaumetopein, das in den hohlen, leicht brechenden Haaren der Eichenprozessionsspinner enthalten ist. Gefährlich wird der Eichenprozessionsspinner vor allem ab dem 3. Larvenstadium Ende Mai/ Anfang Juni, da er zu diesem Zeitpunkt damit beginnt, seine gefährlichen Gifthaare auszubilden. Die Gefährdung des Menschen hält für die Dauer des gesamten restlichen Jahres an, da die organischen Rückstände der Eichenprozessionsspinner (Nester, Häutungsreste etc.) selbst nach dem Tod der fertigen Schmetterlinge Anfang August eine gesundheitliche Gefahr darstellen.
Symptome und Krankheitsbilder
- Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Fieber, Schwindelgefühl bis hin zu allergischen Schockreaktionen.
- Raupenhaar-Dermatitis/ Raupendermatitis: Starker Juckreiz bei Kontakt mit Haaren der Raupe des Eichenprozessionsspinners, insektenstichartige Blasen, nesselsuchtartige Quaddeln oder rote Flecken. Die Entzündungen dauern gewöhnlich 4-5 Tage an.
- Augenentzündungen: Schwere Bindehautentzündungen, starke Rötungen und Schwellungen der Augenlider sowie Lichtempfindlichkeit.
- Entzündungen der Luftwege: Das Einatmen von Brennhaaren der Raupe des Eichenprozessionsspinners kann zu Entzündungen im Rachenbereich, zu Schleimhautreizungen und Bronchitis mit schmerzhaftem Husten und Asthma führen. Selbst allergische Schockreaktionen können auftreten.
Gefährdungszeitraum der Eichenprozessionsspinner
- Nachdem im April und Mai die Eichenprozessionsspinner-Raupen geschlüpft sind, beginnen sie Ende Mai bis Anfang Juni Gifthaare auszubilden und gehen in den typischen mehrreihigen Prozessionen auf Wanderschaft in die Kronen der befallenen Eichenbäume.
- Zwischen Ende Juni und Anfang Juli verpuppen sich die Eichenprozessionsspinnerraupen, um schließlich Ende Juli bis Anfang August als unscheinbare, graubraune Schmetterlinge aus den Raupen-Nestern zu schlüpfen.
- Der Eichenprozessionsspinner ist ganzjährig gefährlich, da auch ältere Gespinst- und Häutungsreste die Umgebungsareale kontaminieren. Damit hält die allergene Wirkung der Brennhaare sogar noch über Monate bis hin zu einem Jahr lang an.
- Die akute Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner setzt ein, sobald die Raupen Brennhaare ausbilden, also ab ca. Ende Mai/ Anfang Juni.
- Informationen über die Möglichkeiten einer Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner finden Sie hier: Bekämpfung Eichenprozessionsspinner