Mottenbekämpfung

Motten effektiv bekämpfen

Was tun gegen Motten? Obwohl Motten kein direktes Gesundheitsrisiko für den Menschen darstellen, sind die Larven dieser Schädlinge für die Beschädigung oder den Verlust von Kleidung, Stoffen, Pelzen, Leder und Teppichen verantwortlich. Daneben befallen Motten eine Vielzahl von Lebensmitteln wie Getreideprodukte, Schokolade, Trockenobst, Nüsse, Bohnen oder andere Vorräte und Waren.

Beschädigungen durch Motten können sich noch einige Wochen nach Schlüpfen der Larven fortsetzen. Ein Mottenbefall im Kleider- oder Wäscheschrank wird häufig erst entdeckt, wenn fliegende Motten im Zimmer sichtbar sind. Beschädigungen Ihrer Textilien sind zu diesem Zeitpunkt bereits aufgetreten. Lebensmittelmotten verunreinigen Vorräte durch Fraßschäden sowie Kot-, Gespinst- und Häutungsreste. Zudem entsteht durch einen Befall Wärme und Feuchtigkeit und daher nicht selten gesundheitsschädliche Schimmelsporen.

Eine schnelle und wirksame Mottenbekämpfung ist das A und O zur Vermeidung einer Mottenplage und Voraussetzung dafür, einem weiteren Verlust wertvoller Kleidungsstücke und einwandfreier Lebensmittel vorzubeugen. Eine Mottenfalle kann bei geringem Befall helfen, bei einer Mottenplage ist jedoch eine professionelle Mottenbekämpfung gefragt.

Mottenbefall erkennen

Beschädigungen bzw. Verunreinigungen von Textilien oder Lebensmitteln sind oft das erste Erkennungszeichen eines Befalls mit Motten. Nachstehend erhalten Sie Informationen über weitere Indizien, die Ihnen helfen, einen Mottenbefall frühzeitig zu erkennen, um zielgerichtete Maßnahmen zur Mottenbekämpfung einzuleiten:


Materialschädigende Motten:

  • Ausgewachsene Motten (kriechen meistens anstatt zu fliegen)
  • Madenähnliche Larven (= Mottenraupen)
  • Seidene Röhrchen oder Hülsen, in denen die Mottenlarven lebten
  • Puppen (seidene Raupenkokons), in denen sich die Larven zu Motten entwickeln

Bitte beachten Sie, dass Beschädigungen von Teppichen hauptsächlich vom Gefleckten Pelzkäfer oder Wollkrautblütenkäfer hervorgerufen werden.


Vorratsschädigende Motten:

  • Feine Gespinste (spinnwebähnliche Fäden) an Nahrungsvorräten
  • Versponnener Kot von Motten, Spinnfäden
  • Verklumptes Mehl
  • Häutungsreste von Motten
  • Fraßspuren an Verpackungen
  • Lebende oder tote Exemplare

Motten identifizieren

In Deutschland gibt es eine ganze Reihe von Lebensmittelmotten sowie Motten, die vor allem Textilien und Kleidung schädigen:
 

Materialschädigende Motten:

Mottenbekämpfung Kleidermotte
  • Kleidermotten: Kleidermotten sind ca. 6 bis 8 mm groß und haben leuchtend goldbraune Flügel ohne auffallende Markierungen. Ihre Larven sind ca. 10 mm lang und wollweiß mit einem braunen Kopf. Kleidermotten-Larven hinterlassen unregelmäßige Löcher in Textilien und Gewebe.
Mottenbekämpfung Pelzmotte
  • Pelzmotten: Pelzmotten sind ca. 6 mm lang und dunkel-sandfarben mit drei blassen Punkten. Sie befinden sich häufig in importierten Tierhäuten. Ihre Larven sind ca. 10 mm groß und wollweiß. Pelzhaare werden von den Pelzmotten-Larven am Grund abgebissen, sodass sie büchelartig ausfallen.
Mottenbekämpfung Samenmotte
  • Samenmotten: Samenmotten sind ca. 8 bis 14 mm groß und dunkelbraun mit drei oder vier dunklen Punkten. Ihre Larven werden bis zu 20 mm lang. Sie sind wollweiß mit einem braunen Kopf und ernähren sich von einer Reihe von Tierhäuten und -produkten, einschließlich Wolle, Leder und Federn.
Mottenbekämpfung Kleistermotte
  • Kleistermotten: Kleistermotten werden ca. 6 bis 10 mm groß. Sie haben einen weißen Kopf und gesprenkelte Flügel. Ihre Larven werden bis zu 12 mm lang, sind elfenbeinfarbig und haben einen rotbraunen Kopf. Sie sind wenig wählerisch in ihrer Nahrungsaufnahme und stellen eine geringere Gefahr für Textilien dar.

Vorratsschädigende Motten:

Schädlingsbekämpfung Mehlmotte
  • Mehlmotten (Ephestia kuehniella): Mehlmotten sind 7 bis 9 mm groß. Ihre Vorderflügel sind grau mit Zickzackmuster. Die Larven sind rötlich oder grünlich gefärbt mit einem braunen Kopf. Sie leben in einem Seidenkokon und verschmutzen und fressen Getreideprodukte, wie Nüsse, Hülsenfrüchte, Backwaren und Dörrobst, sowie Schokolade und Marzipan.
Schädlingsbekämpfung Dörrobstmotte
  • Dörrobstmotten (Plodia interpunctella): Dörrobstmotten sind 7 bis 9 mm lang. Das erste Drittel ihrer Vorderflügel ist hellgrau bis graugelb, der übrige Teil ist kupferrot. Die Larven sind weißlich gelb, rötlich oder grünlich mit einem braunen Kopf und ernähren sich von Nüssen, Dörrobst, Hülsenfrüchten, Schokolade, Kakao und Kaffee – oder frischem Obst.
Schädlingsbekämpfung Tropische Speichermotte
  • Tropische Speichermotten (Ephestia cautella): Tropische Speichermotten sind 7 bis 9 mm groß. Sie sind graubraun gestreift mit helleren und dunkleren Schattierungen. Die Larven sind weißlich, gelblich oder rötlich gefärbt. Sie sind oft in importierten Nahrungsmitteln zu finden und befallen gelagertes Getreide, Nüsse, Trockenfrüchte, Ölsaat und Ölkuchen.

Mottenbefall vermeiden

Motten den Einzug in Ihr Zuhause zu verweigern, ist leichter gesagt als getan. Sie kommen durch geöffnete Fenster und Türen und werden nachts vom Licht in Haus und Wohnung angelockt (positiv phototaktisch). Daneben finden sie den Weg z.B. über befallene Textilien vom Flohmarkt oder Second-Hand-Läden zu uns. Bei Lebensmittelmotten erfolgt meist eine passive Einschleppung über bereits befallene Ware, Tierfutter oder Verpackungsmaterial (Holzwolle, Papier, Pappe). Sobald Motten in Ihr Haus eingedrungen sind, suchen sie sich für die Eiablage dunkle, ruhige Ecken in denen Textilien oder Lebensmittel gelagert werden, vornehmlich im Kleiderschrank/ Bereich der rückwärtigen Garderobe bzw. in Vorratsbereichen.

Bei Kleidermotten sind auch Gästezimmer sehr beliebt, speziell unter Betten und in selten benutzen (Kleider-) Schränken und Kommoden. Dachböden werden auch gerne aufgesucht, speziell dann, wenn sich Vogelnester im Dachgesims befinden, die durch eingeschleppte Sämereien und Früchte z.B. Dörrobstmotten als Entwicklungsquelle dienen. Auch Schmutzwäsche (u.a. Schweißgeruch) zieht Motten magisch an. Waschen Sie Ihre Kleidung, bevor Sie diese in den Kleiderschrank einräumen. Wenn Sie Kleidung über längere Zeit lagern, empfehlen wir Ihnen, diese in luftdicht verschlossene Plastikbeutel oder Koffer zu verpacken. Saugen Sie auch an verborgenen Plätzen (z.B. unter Möbeln), um Motten-Eier zu entfernen, bevor diese sich weiterentwickeln können. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie in der Vergangenheit mit Mottenbefall zu kämpfen hatten oder Mottenaktivität in Ihrem Haushalt festgestellt haben.

Zur Vorbeugung bei Lebensmittelmotten sollten Lebens- und Futtermittel in fest verschlossenen Glas-, Keramik- und Metallbehältern gelagert werden. Plastikverpackungen können von den Raupen durchbohrt werden, so dass der Packungsinhalt umgelagert werden sollte. Da auch die Gefahr der Einschleppung bereits befallener Lebens- und Futtermittel aus dem Handel besteht, sollten gekaufte Produkte vor der Einlagerung zu Hause im Hinblick auf einen Befall mit Motten in Augenschein genommen werden.

Professionelle Mottenbekämpfung

Während Selbsthilfeprodukte wie z.B. Motten- bzw. Pheromonfallen bei geringem Mottenbefall wirksam sein können, ist bei hohem oder wiederkehrendem Mottenbefall professionelle Hilfe gefragt.

Unsere Schädlingsexperten sind speziell für die Mottenbekämpfung ausgebildet. Sie verstehen deren Lebensgewohnheiten und Verhaltensweisen und stimmen die Bekämpfung und den Einsatz verschiedener Verfahren, Schädlingsbekämpfungsmittel und speziellen Mottenfallen darauf ab. Wir garantieren Ihnen so ein mottenfreies Umfeld.

Rentokil bietet Ihnen einen Bereitschaftsdienst, der sich mit Mottenproblemen aber auch anderen Problemen mit Ungeziefer in Ihrem Haus befasst. Er ist schnell, effektiv, kostengünstig und garantiert Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Haustieren größtmöglichen Schutz und Sicherheit vor Schädlingen.

Für weitere Informationen oder um einen Termin mit einem unserer kompetenten Fachberater zu arrangieren, rufen Sie uns bitte an: Tel. 0800 1718002 (0 ct./ min.).