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Gasballon schützt Exponate und Kulturgüter

01 February, 2005

Schonende Erhaltung von Kunstwerken

Kunstwerke über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte zu bewahren, zählt zu den größten Herausforderungen von Museen, Galerien und Bibliotheken überhaupt. Licht, Luftfeuchtigkeit oder andere raumklimatische Faktoren, Sporen in derLuft oder natürliche Alterungsprozesse der verwendeten Materialien bedrohen den ursprünglichen Zustand von Bildern, Büchern und Skulpturen für die künftigen Generationen zu erhalten. Aber auch Schädlinge sind gefährlich, etwa Museumskäfer, Teppichkäfer oder die Kleidermotte. Gerade organische Materialien sind besonders gefährdet, vor allem, wenn sie viele Stationen einer Wanderausstellung mit zahlreichen wechselnden Umgebungsbedingungen absolvieren.

Spezial-Verfahren für Schädlingsbekämpfung in Museen

Rentokil ist weltweit führend in der Schädlingsbekämpfung und vor allem für seine innovativen Methoden bekannt. In der Niederlassung Dortmund ist ein auf Museen und Kunstwerke spezialisiertes Praxiszentrum, das schon zahlreichen Häusern in Deutschland geholfen hat, etwa um Schädlinge or2 ganischer Materialien zu bekämpfen.. Dabei wird in den Museen vor Ort mit einem mobil-stationären System gearbeitet – das vermeidet gleichzeitig ein Transportrisiko der Kunstwerke und somit auch ein Diebstahlrisiko.

Die betroffenen Ausstellungsstücke werden in einem Gasballon (CAT)1 über mehrere Wochen hinweg Stickstoff ausgesetzt, um die unerwünschten Bewohner zu bekämpfen. Hierzu sind sie in einer gasdicht verschweißten Spezialfolie deponiert. Die Stickstoff-Konzentration liegt bei etwa 99 Prozent, die alles organische Leben erstickt - selbst Insekten im Entwicklungsstadium mit verringertem Stoffwechsel.

Die Größe der zu behandelnden Exponate ist nahezu unbegrenzt, da die Folie für jedes Projekt maßgerecht zugeschnitten und verschweißt wird. So wurden schon ein Planwagen gemeinsam mit einer historischen Presse im Ballon behandelt oder ägyptische Skulpturen. Im Citizen’s Theater im schottischen Glasgow wurde die Kleidermotte in 10.000 Kostümen unschädlich gemacht. Auch in führenden deutschen Museen half das CATVerfahren, Kunstschätze zu erhalten, etwa im Museum für Angewandte Kunst in Köln. Auch Schloss Moyland bei Kleve ist seit jüngstem auf der Referenzliste von Rentokil-Initial.

Jens Heuter, Marketing-Manager bei Rentokil-Initial: „CAT-Verfahren haben sich international in vielen Anwendungen bewährt – in Archiven, Museen, Kirchen oder Theatern. Stickstoff ist für Lebensmittel unschädlich. Deshalb wird er auch vorsorglich für den Schutz von Gewürzen eingesetzt – wir haben sogar schon die Korken einer wertvollen Champagnerpartie behandelt und so den kostbaren Inhalt gerettet.“

Kontrollierte Atmosphäre im Ballon

Um die hohe Stickstoffkonzentration zu erreichen, wird der Ballon mehrfach mit dem Gas gespült, um vorhandenen Restsauerstoff aus den Exponaten zu entfernen. Die Folie in maßgeschneiderter Größe erleichtert eine kontrollierte Atmosphäre herzustellen. Ein Gasbefeuchter vor dem Ballon leitet den Stickstoff entsprechend der Umgebungsluftfeuchtigkeit in die Folie mit den Exponaten ein. Ein Thermohydrograph im Innern zeichnet während der Begasungszeit exakt die Temperatur und Gasfeuchtigkeit auf.

Wenn nach Wochen Rentokil-Initial den Ballon öffnet, wird der Stickstoff sofort ins Freie abgeleitet, um keine Personen im Raum zu gefährden. Generell arbeitet Rentokil-Initial nur mit atmosphärischen Gasen, allein schon aus Umweltschutzgründen. Stickstoff ist zudem weniger gefährlich als das für ähnliche Anwendungen weithin eingesetzte Kohlendioxid. Beide Gase erlauben jedoch, die Objekte direkt nach dem Begasen wieder zu benutzen.

Hinweise für die Redaktion:

Rentokil Initial is one of the largest business services companies in the world, its 90,000 employees operating in 40 different countries on every continent. The company has been active in Germany since 1961 and has four main operations: washroom services, pest control, hygiene services and interior plants landscaping. A countrywide network of 31 offices ensures prompt service and provides strategies and solutions for companies of any size and in any line of business. Each one of Rentokil Initial’s business units is a technology and innovation leader in its field. The company is also involved in industry committees, fulfils all legally required standards and holds all necessary licenses.

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Rentokil und Initial zählen zu den größten Service-Unternehmen der Welt. Rentokil-Initial ist mit 90.000 Mitarbeitern auf allen Kontinenten in über 40 Ländern vertreten. Seit 1961 ist das Unternehmen in Deutschland aktiv und hat heute vier Geschäftsbereiche: Waschraumservice, Schädlingsbekämpfung, Technischer Hygiene Service und Innenraumbegrünung. Ein bundesweites Netz mit 31 Niederlassungen sorgt für schnellen Service und bietet standortübergreifende Konzepte und Lösungen für Unternehmen sämtlicher Größen und Branchen. Rentokil-Initial zählt zu den Markt-, Innovations- und Technologieführern in seinen Geschäftsfeldern. Das Unternehmen ist in Gremien aktiv, erfüllt alle gesetzlich geforderten Standards und hält die entsprechenden Lizenzen.