Der Eichenprozessionsspinner wurde erstmals vor über 175 Jahren in Gebieten des heutigen Nordrhein-Westfalens erwähnt. Dieser verschwand jedoch nach einigen Jahren wieder spurlos. In den 1920er Jahren fiel der Prozessionsspinner erstmals in Teilen Österreichs durch seine Massenvermehrung auf.

In Deutschland sind seit ca. 20 Jahren ein deutlicher Anstieg der Populationsdichte sowie eine markante geographische Ausbreitung der Eichenprozessionsspinner in Baden-Württemberg, Bayern (vor allem das Frankenland) und Brandenburg zu verzeichnen. Dies ging einher mit stetig steigenden Erkrankungsfällen der dortigen Bevölkerung.
Seit ca. 2001, spätestens jedoch seit den extremen Sommern der Jahre 2003 und 2006, vollzog sich eine deutliche Befallsausbreitung auf Teilgebiete der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt sowie Brandenburg und Berlin.
Als Gründe für den Populationsschub kommt vor allem der Klimawandel mit seinen in der Neuzeit deutlich wärmeren und trockeneren Sommern sowie milderen Wintern in Betracht. Dieses Klima verbunden mit geringen Regenmengen in der Phase der Larvenentwicklung in den Monaten April und Mai begünstigen die Entwicklung der Eichenprozessionsspinner in erheblichem Maße.
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