Vorratsschädlinge bekämpfen

Professionelle Bekämpfung von Käfern, Motten & Co.

Vorratsschädlinge mit System nachhaltig beseitigen

Schädlinge, die Nahrungs- und Genussmittel sowie Futtermittel nach der Ernte, beim Transport und während der Lagerung befallen, bezeichnet man als Vorratsschädlinge. Insbesondere in Speichern, Silos und Lagerräumen entfalten Vorratsschädlinge ihre schädigende Wirkung auf Waren und Rohstoffe.

Bei längerer Lagerdauer kommt es häufig zu einer explosionsartigen Vermehrung von Vorratsschädlingen. Dabei verursachen Schädlinge wie Reismehlkäfer, Kornkäfer, Khaprakäfer, Getreideplattkäfer, Mehlkäfer, Getreidekapuziner, Brot- oder Tabakkäfer oder auch Mottenarten wie Mehl-, Speicher- oder Dörrobstmotte zum Teil erhebliche Schäden mit gravierenden wirtschaftlichen Folgen.

Häufig müssen in der Folge die befallenen Vorräte vernichtet werden. Damit in Vorratsschädlinge nicht eingeschleppt werden, bestehen in vielen Ländern scharfe Quarantänebestimmungen. Vorschriften sehen vor, dass eine Bekämpfung bereits vor der Einlagerung in noch leeren und zuvor gereinigten Vorratsräumen durchgeführt werden muss.

Erste Anzeichen

  • Lebende oder tote Insekten.
  • Fraßschäden an Lebensmitteln, Verpackungsmaterialien und anderen Waren.
  • Insektenspuren, Larvenhäute, Spinnfäden oder Gespinste.
  • Verklumpung von Getreideprodukten, rosa verfärbtes Mehl.

Mögliche Schäden

  • Verseuchung von Lebensmitteln und anderen Gütern.
  • Kontamination des gesamten Prozesses durch Schädlinge.
  • Schädigung und Stillstand von Produktionsanlagen.
  • Getreideerwärmung in Lagerstätten.
  • Entstehung von feuchten Stellen und Schimmel.
  • Verstoß gegen mehrere gesetzliche Bestimmungen des Lebensmittelrechts.

Wirtschaftliche Folgen

  • Schwere Verluste an hochwertigen Waren und Lebensmitteln.
  • Produktionsausfälle.
  • Vertrauensschwund, Verlust von Renommee, Kunden und Umsatz.
  • Strafbares Verhalten.

Gegenmaßnahmen

  • Identifizierung der Schädlingsart.
  • Entsorgung befallener Lebensmittel und gründliche Reinigung sämtlicher Lagerorte.
  • Einsatz geeigneter und für den jeweiligen Zweck zugelassener Insektizide.
  • Sicherung langfristig vorbeugender und akuter Behandlungen per Servicevereinbarungen.
  • Regelmäßige Grundreinigung und gezielte Mittelanwendung.
  • Schulung von betrieblichen Leitern und Mitarbeitern.
  • Gemeinsame Entwicklung von Präventivmaßnahmen.

Identifizierung von Vorratsschädlingen

In Deutschland gibt es eine ganze Reihe von Vorratsschädlingen. Neben der Bekämpfung von Mäusen gilt es vor allem, diverse Arten vorratsschädigender Käfer und Motten zu kontrollieren:
 

Vorratsschädigende Käferarten:

Schädlingsbekämpfung Kornkäfer
  • Kornkäfer (Sitophilus granarius): Kornkäfer sind 2 bis 3 mm groß. Sie haben ovale Grübchen im Halsschild und eine schwarzbraune Färbung. Sie besitzen einen Rüssel. Die Larven verpuppen sich in Körnern. Sie befallen meist Weizen und Roggen. Kornkäfer sind Getreideschädlinge. Ausgeschlüpft hinterlassen sie ein charakteristisches Ausstiegsloch.
Schädlingsbekämpfung Reiskäfer
  • Reiskäfer (Sitophilus oryzae): Reiskäfer sind ca. 2 bis 3 mm groß. Sie haben runde Grübchen im Halsschild sowie rötliche Punkte auf den Elytren (Deckflügeln). Zudem besitzen sie einen Rüssel. Die Larven der Reiskäfer verpuppen sich in Körnern oder anderen Samen. Reiskäfer sind häufiger in Weizen als in Reis zu finden und können sehr gut fliegen.
Schädlingsbekämpfung Maiskäfer
  • Maiskäfer (Sitophilus zeamais): Maiskäfer erreichen eine Größe von ca. 4 mm. Sie haben eine rotbraune bis fast schwarze Färbung. Auf dem Rücken befinden sich meist vier verschwommene rötliche oder gelbliche Punkte. Maiskäfer besitzen unter den Flügeldecken vollständig entwickelte Flügel und sind voll flugfähig. Sie zerstören Lagergetreide, wie Weizen, Mais und Reis.
Schädlingsbekämpfung Khaprakäfer
  • Khaprakäfer (Trogoderma granarium): Khaprakäfer werden ca. 3 mm groß. Sie haben eine ovale Körperform und sind braun bis schwarz mit einer hellbraunen Musterung auf den Flügeldecken. Sie gelten als zerstörerischste Getreide- und Saatschädlinge. Sie ernähren sich von Weizen, gemälzter Gerste, aber auch von Reis, Erdnüssen und getrockneten Tierhäuten.
Schädlingsbekämpfung Getreideplattkäfer
  • Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis): Getreideplattkäfers sind 2,5 bis 3 mm groß. Auf der Brust sind drei Längsrippen. Der Chitin-Panzer ist braun. Sie bewohnen Getreidevorräte in Lagerhäusern und fressen Larven von Insekten, die an den Vorräten fressen. Das Getreide wird feucht und klumpig. Sie sind auch in Komposthaufen zu finden.
Schädlingsbekämpfung Mehlkäfer
  • Mehlkäfer (Tenebrio molitor): Mehlkäfer sind ca. 20 mm groß. Sie haben eine dunkelbraune oder schwarz glänzende Färbung. Die Larven sind 30 mm groß und honiggelb. Mehlkäfer sind besonders resistent gegen kalte Temperaturen. Sie sind Startschädlinge der Nacherntezeit und weltweit verbreitet. Mehlkäfer können gut fliegen und werden von Licht angezogen.
Schädlingsbekämpfung Rotbrauner Reismehlkäfer
  • Rotbrauner Reismehlkäfer (Tribolium castaneum): Rotbraune Reismehlkäfer sind 3 bis 4 mm lang und hellrot bis braun. Sie haben einen länglich schmalen Körper. Sie fliegen bei hohen Temperaturen und ernähren sich von Getreide und deren Erzeugnissen, wie Erbsen, Bohnen, Kakao, Rosinen, Sämereien, Erdnüssen usw. Sie treten in Großmühlen sowie im Einzelhandel auf.
Schädlingsbekämpfung Amerikanischer Reismehlkäfer
  • Amerikanischer Reismehlkäfer (Tribolium confusum): Amerikanische Reismehlkäfer sind 3 bis 4 mm lang und rotbraun mit weit auseinander stehenden Augen. Diese sind von der Bauchseite aus sichtbar. Reismehlkäfer schuppen sich 7-8 mal. Sie können fliegen und pflanzen sich in Lebensmitteln fort. Sie ernähren sich von Getreideprodukten und Mehl.
Schädlingsbekämpfung Vierhornkäfer
  • Vierhornkäfer (Gnatocerus cornutus): Vierhornkäfer sind zwischen 3,5 und 4,5 mm groß. Die Männchen tragen zwei große Mandibeln (Unterkiefer), die wie Hörner aussehen. Die Weibchen ähneln denen der Amerikanischen Reisemehlkäfer haben jedoch glatte Deckflügel. Vierhornkäfer ernähren sich von Mehl, Teig, Grieß sowie Motteneier und -larven.
Schädlingsbekämpfung Getreidekapuziner
  • Getreidekapuziner (Rhyzopertha dominica): Getreidekapuziner sind ca. 3 mm groß mit einer zylinderförmigen Gestalt. Sie haben eine dunkelbraune oder schwarze Färbung und können fliegen. Getreidekapuziner sind häufig in minderwertigem Getreide mit hohem Staub- und Bruchkornanteil zu finden. Ihr Vorkommen begünstigt weiteren Befall durch andere Schädlinge oder Krankheiten.
Schädlingsbekämpfung Brotkäfer
  • Brotkäfer (Stegobium paniceum): Brotkäfer sind ca. 2 bis 3 mm groß und besitzen ein buckelähnliches Halsschild. Die Flügeldecken weisen Punktfurchen auf. Sie unternehmen häufig Flüge. Die Larven des Brotkäfers ist schon im frühen Entwicklungsstadium aktiv. Sie bohren sich in feste Materialien ein und sind in der Lage, toxische Substanzen zu entgiften.
Schädlingsbekämpfung Tabakkäfer
  • Tabakkäfer (Lasioderma serricorne): Tabakkäfer sind 2 bis 3 mm groß. Sie sind rotbraun gefärbt. Tabakkäfer haben ein buckelartiges Halsschild und glatte Deckflügel. Die Larven sind denen der Brotkäfer sehr ähnlich. Tabakkäfer können fliegen. Sie befallen unterschiedlichste Nahrungsmittel, wie Tabak, Getreide, Hülsenfrüchte, Trockenfrüchte und Gewürze.
Schädlingsbekämpfung Rotbeiniger Schinkenkäfer
  • Rotbeiniger Schinkenkäfer (Necrobia rufipes): Rotbeinige Schinkenkäfer sind 4 bis 5 mm groß. Ihre Oberseite glänzt metallisch blaugrün – die Unterseite des Hinterleibs ist dunkelblau. Die Fühler sind rotbraun und haben eine dunkle Keule. Sowohl die Larven als auch das Vollinsekt ernähren sich von Hartkäse, Rauchwurst, Schinken, Schokolade und Trockenfrüchten.
Schädlingsbekämpfung Moderkäfer
  • Moderkäfer (Lathridiidae): Moderkäfer erreichen nur eine Größe von ca. 1,5 mm. Ihr Körper weist zahlreiche Runzeln auf. Die Färbung reicht von braunen, rostroten bis schwarzen Farbtönen. Moderkäfer zerstören nichts, da sie sich nur von Schimmelpilzen ernähren. Sie kommen häufig in Mühlen und Lagerhäusern vor, wo sie feuchte Lebensmittel befallen.
Schädlingsbekämpfung Australischer Diebkäfer
  • Australischer Diebkäfer (Ptinus tectus): Australische Diebkäfer sind 2,5 bis 4 mm groß. Sie besitzen eine matte dunkelbraune Färbung. Sie kommen sowohl in der freien Natur (meist in Vogelnestern) als auch in Vorräten vor und ernähren sich von tierischen und pflanzlichen Vorräten, wie z.B. Gewürzen, Tee, getrockneten Früchten, Malz, Hefe, Grieß, Vogel- und Fischfutter.

Vorratsschädigende Mottenarten:

Schädlingsbekämpfung Mehlmotte
  • Mehlmotten (Ephestia kuehniella): Mehlmotten erreichen eine Körperlänge von 7 bis 9 mm. Ihre Vorderflügel sind bleigrau und tragen ein dunkles Zickzackmuster. Die Hinterflügel sind etwas heller und einfarbig. Die Larven sind rötlich oder grünlich gefärbt mit einem braunen Kopf. Die Larven von Mehlmotten leben in einem Seidenkokon. Die Raupen fressen und verschmutzen Getreideprodukte, wie Nüsse, Hülsenfrüchte, Backwaren und Dörrobst, aber auch Schokolade und Marzipan.
Schädlingsbekämpfung Dörrobstmotte
  • Dörrobstmotten (Plodia interpunctella): Dörrobstmotten haben eine Körperlänge von 7 bis 9 mm. Das erste Drittel ihrer Vorderflügel ist hellgrau bis graugelb gefärbt, der übrige Teil ist kupferrot. Die Larven sind weißlich gelb, rötlich oder grünlich gefärbt mit einem braunen Kopf. Die Raupen ernähren sich von Nüssen, Dörrobst, Hülsenfrüchten, Schokolade, Kakao und Kaffee – in Ausnahmefällen auch von frischem Obst. Befallene Lebensmittel müssen unbedingt entsorgt werden.
Schädlingsbekämpfung Tropische Speichermotte
  • Tropische Speichermotten (Ephestia cautella): Tropische Speichermotten sind ausgewachsen 7 bis 9 mm groß. Sie sind graubraun gestreift mit helleren und dunkleren Schattierungen. Die Larven sind weißlich, gelblich oder rötlich gefärbt. Speichemotten ziehen sich zum Verpuppen gern an hochgelegene, dunkle Orte zurück. Sie sind oft in importierten Nahrungsmitteln zu finden und befallen gelagertes Getreide, Nüsse, Trockenfrüchte, Ölsaat und Ölkuchen. Eher selten sind sie in Tabak und tierischen Produkten auffindbar.

Vorratsschädlinge professionell bekämpfen

Vorratsschädlinge verursachen vor allem in der Nahrungsmittelindustrie durch Verunreinigungen Fraßschäden, entstehende Wärme, Feuchtigkeit und Schimmelbildung enorme wirtschaftliche Schäden. Es gilt folglich, wertvolle Lebensmittelrohstoffe in Vorratsräumen, Lagerhallen und Silos wirkungsvoll zu schützen.

Rentokil bietet Ihnen einen integrierten Vorratsschutz und gleichzeitig optimale Systeme zur Überwachung und Bekämpfung: Klebefallen mit artspezifischen Pheromonködern sowie Pheromonfallen ermöglichen ein effizientes Monitoring, um Populationsentwicklungen zu kontrollieren und Bekämpfungsmaßnahmen rechtzeitig vor Erreichen ökonomischer Schadensschwellen einzuleiten.

Herkömmliche Mittel zur Schädlingsbekämpfung erreichen Schädlinge in gelagerten Produkten manchmal nur unzureichend. Durch professionelle Wärmeentwesung sowie Sackstapel- oder Container-Begasungen erhalten Sie auch in schwierigen Fällen zuverlässige Lösungen – erfolgreich angewendet durch hoch qualifizierte Rentokil Experten für Begasung.

Für weitere Informationen zur Bekämpfung von Vorratsschädlingen durch Rentokil oder um einen Termin mit einem unserer kompetenten Fachberater zu arrangieren, rufen Sie uns bitte an: Tel. 0800 1718003 (0 ct./ min.).

Rentokil bietet Ihnen einen Bereitschaftsdienst, der sich mit der Bekämpfung von Vorratsschädlingen aber auch anderen Schädlingsproblemen in Ihrem Betrieb oder Gebäude befasst. Er ist diskret, schnell, effektiv und garantiert Ihnen, Ihrem Betrieb und Ihren Mitarbeitern größtmöglichen Schutz und Sicherheit vor Schädlingen.

Je nachdem, welcher Branche Sie angehören, finden Sie hier die passenden Lösungen: Branchenlösungen Schädlingsbekämpfung

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