Rentokil Schädlingslexikon: Bettwanzen

Bettwanzen (Cimex lectularius) sind nicht mit Hausstaubmilben zu verwechseln. Bettwanzen sind nachtaktive parasitäre Insekten, die vom Blut warmblütiger Säugetiere leben. Hausstaubmilben dagegen sind mikroskopisch kleine Spinnen und ernähren sich von abgestorbenen Hautzellen. Sie sind nicht mit bloßem Auge erkennbar.

Bettwanzen

(Cimex lectularius)

Bettwanze, Cimex Lectularius

Aussehen

  • Bettwanzen sind ca. 4-6 mm lang. 
  • Die Körperform ist oval, Rücken und Unterseite sind flach mit sechs kräftigen, gut entwickelten Beinen. Die Imagines (Erwachsenen) haben schuppenförmige Vorderflüge, die Larven sind ohne Flügel. 
  • Der Mund ist zum Stechen und Saugen spitz zulaufend. 
  • Ausgewachsene Bettwanzen haben eine gelbrote bis rotbraune Farbe. 
  • Die Eier sind weißlich bzw. cremefarben und werden dunkler, kurz bevor die Larven schlüpfen. 
  • Bettwanzenlarven sind ca. 1 mm lang und besitzen eine blasse, transparente Farbe. 
  • Die abgestoßenen Häute sind hellbraun und sehen wie schuppige Hautpanzer aus.

Fortpflanzung

  • Bettwanzen legen in einem Zeitraum von zwei Monaten 200 bis 500 Eier in mehreren Stößen von jeweils 10 bis 50 Stück. 
  • Das ausgewachsene Weibchen muss vor dem Eierlegen Blut zu sich nehmen. 
  • Die Larven müssen in jedem der fünf Entwicklungsstadien mindestens einmal Blut saugen. 
  • Die Eier werden in der Regel in Ritzen und Spalten abgelegt, können aber auch in Klumpen und von einer transparenten Substanz umgeben an Möbeln oder Einbauten haften. 
  • Der Lebenszyklus vom Ei zum ausgewachsenen Insekt beinhaltet sieben Stadien und kann von 45 Tagen bis zu einem Jahr betragen. 
  • Bettwanzen können wochen- oder monatelang ohne Nahrung überleben.

Lebensweise

  • Bettwanzen ernähren sich von menschlichem Blut und werden von der Körperwärme und dem von schlafenden Menschen ausgeatmeten Kohlendioxid angezogen. 
  • Beim Durchstechen der Haut geben sie ein betäubendes Sekret ab, sodass der Biss zunächst unbemerkt bleibt. 
  • Sie finden sich in Ritzen und Spalten, in Kopfteilen, hinter Tapeten und beschädigtem Putz, hinter Lichtschaltern, unter Teppichen und Fußleisten usw., so dass sie sich immer in der Nähe des Menschens aufhalten. 
  • Bettwanzen suchen ihren Wirt normalerweise kurz vor Sonnenaufgang auf, um Blut zu saugen. Auf Störungen reagieren sie mit schnellen Bewegungen und dem Ausstoßen eines Geruchsstoffs.

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